Korrosion & Werkstoffschutz

Die Korrosionsarten

Lochfraß, Spannungsrisskorrosion, interkristalline, Spalt- und Kontaktkorrosion

Die Korrosionsarten AI generated

Korrosion ist nicht gleich Korrosion. Es gibt mindestens fünf Arten, und jede hat eigene Ursachen und Gegenmittel: Lochfraß frisst punktuell, Spannungsrisskorrosion reißt unter Zug, interkristalline Korrosion zerstört die Korngrenzen. Wer sie unterscheiden kann, wählt den richtigen Werkstoff — und den richtigen Zusatz.

Wenn Metall „rostet", steckt fast immer eine von mehreren Korrosionsarten dahinter — und jede braucht ein anderes Gegenmittel. Die fünf wichtigsten solltest du unterscheiden können.

ist der heimtückischste Angriff auf nichtrostende Stähle. An winzigen Stellen bricht die schützende auf, und es frisst sich ein Loch in die Tiefe — während die Oberfläche daneben blank bleibt. Auslöser sind fast immer Chloride (Salzwasser, Streusalz, Schwimmbad). Entscheidend ist der Molybdän-Gehalt: Je mehr , desto widerstandsfähiger. Deshalb hält 316 (mit Mo) Chlorid besser aus als 304 (ohne Mo).

(SpRK) trifft austenitische Edelstähle unter Zugspannung in chloridhaltiger, heißer Umgebung. Das Tückische: Der Werkstoff reißt plötzlich, obwohl er optisch kaum korrodiert aussieht. Die Kombination aus Zugspannung + Chlorid + Temperatur reicht. Eigenspannungen aus dem Schweißen sind ein klassischer Auslöser — deshalb ist hier doppelt wichtig.

zerstört den Stahl entlang der Korngrenzen. Ursache ist die : Wenn sich beim Schweißen Chromkarbide an den Korngrenzen bilden, fehlt genau dort das schützende Chrom. Das passiert bei „sensibilisierten" Edelstählen nach dem Erwärmen auf 500–800 °C. Gegenmittel: kohlenstoffarme Sorten („L") oder stabilisierte Sorten mit Titan/Niob.

entsteht in engen Spalten, wo das Medium stagniert und Sauerstoff fehlt — unter Dichtungen, Schraubenköpfen, überlappenden Blechen und schlecht durchgeschweißten Nähten. Der Sauerstoffmangel verhindert, dass sich die Passivschicht selbst repariert. Gegenmittel: Spalten vermeiden, sauber durchschweißen, Dichtflächen dicht gestalten.

(Kontaktkorrosion) entsteht, wenn zwei unterschiedlich edle Metalle elektrisch leitend verbunden sind und ein Elektrolyt (Feuchtigkeit) dazukommt. Das unedlere Metall opfert sich — klassisch: Stahlschraube in Aluminium, oder verzinktes Blech neben Edelstahl. Gegenmittel: Werkstoffe mit ähnlichem Potenzial wählen oder galvanisch trennen.

Dazu kommt die flächige Abtragung (gleichmäßiges Rosten von Baustahl) und die Hochtemperatur-. Für den Schweißer gilt: Die Korrosionsart bestimmt den Werkstoff UND den Zusatz. Der Zusatz muss in Chrom und Molybdän mindestens so hoch liegen wie der Grundwerkstoff, sonst rostet die Naht zuerst.

KI-Transparenz (EU AI Act): Texte und Bilder dieser Plattform wurden mit Hilfe von KI generiert und redaktionell überprüft.

Markenhinweis: Alle auf dieser Plattform genannten Marken- und Handelsnamen (z. B. Hardox, Armox, Dillidur, Inconel, Hastelloy, Stellite, Monel, CPM, Vanadis, ASP, CARMO, AMPCOLOY, MOLDMAX u. a.) sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber und werden hier ausschließlich beschreibend zur Kennzeichnung der Werkstoffe verwendet (§ 23 MarkenG). Es besteht keine Verbindung zu, Unterstützung durch oder Empfehlung seitens der Markeninhaber.

© 2026 Welder-World. Alle Inhalte dienen der Aus- und Weiterbildung und ersetzen keine zertifizierte Schweißanweisung.