Feder- & Wälzlagerstähle
50CrV4 und 100Cr6: hohe Härte, heikles Schweißen
AI generated Federstähle und Wälzlagerstähle sind auf höchste Festigkeit und Härte getrimmt. Federstähle wie 50CrV4 brauchen eine sehr hohe Streckgrenze, Wälzlagerstähle wie 100Cr6 fast 1 % Kohlenstoff. Beide sind schlecht schweißbar – Schweißen zerstört ihre besonderen Eigenschaften.
Federstähle und Wälzlagerstähle sind die Spezialisten für höchste Beanspruchung: der eine federt millionenfach, ohne zu brechen, der andere rollt unter hoher Last, ohne zu verschleißen. Beide erreichen ihre Eigenschaften durch hohen Kohlenstoff und gezielte Wärmebehandlung – und genau das macht sie zu den Sorgenkindern beim Schweißen.
Federstähle wie haben einen mittelhohen Kohlenstoffgehalt (rund 0,5 %) plus Silizium, Chrom und Vanadium. Silizium hebt die – eine Feder muss weit gespannt werden können, ohne sich bleibend zu verformen. Dazu kommt hohe : Die Feder muss Millionen Lastwechsel überstehen. Vergütet wird auf ein Gefüge aus angelassenem .
Wälzlagerstähle wie sind mit fast 1 % Kohlenstoff die kohlenstoffreichsten Stähle überhaupt. Nach dem Härten sind sie extrem hart und verschleißfest – genau das braucht ein Kugellager. Der hohe Kohlenstoff macht sie aber auch extrem und damit beim Schweißen brandgefährlich: Schon die Schweißwärme härtet die zu sprödem Martensit.
Beim Schweißen gilt für beide dieselbe Wahrheit: Eigentlich schweißt man sie nicht. Eine Feder, die an einer Stelle geschweißt wurde, bricht dort – die Schweißnaht ist eine Kerbe, und Kerben sind der Tod jeder Feder. Ein gehärtetes Lager zu schweißen heißt, seine Härte zu zerstören und Risse zu riskieren. Wo es nicht anders geht, hilft nur , wasserstoffarmes Schweißen und sofortiges – mit dem Wissen, dass die ursprünglichen Eigenschaften an der Naht nie wieder voll erreicht werden.