Formenstähle für Gummi & Elastomere
Gummiformen: verschleißfest gegen abrasive Füllstoffe
AI generated Gummiformen verarbeiten Elastomere – oft gefüllt mit abrasiven Füllstoffen wie Ruß oder Silikaten, die die Form stark verschleißen. Dazu kommen aggressive Entformungsmittel. Die Form muss verschleiß- und korrosionsfest sein.
Gummiformen sind die stillen Spezialisten des Formenbaus. Hier wird kein Metall und kein glänzender Kunststoff geformt, sondern Elastomer – Gummi, Silikon, thermoplastisches Elastomer. Das klingt weich, ist aber für die Form ein Härtetest.
Der Grund: Gummimischungen sind oft mit abrasiven Füllstoffen versetzt – Ruß, Silikate, Kreide. Diese Füllstoffe wirken beim Einspritzen und beim Entformen wie Schleifpaste und tragen die Formoberfläche mit der Zeit ab. Dazu kommen aggressive Trennmittel und die Vulkanisation bei Temperaturen um 150–200 °C.
Deshalb braucht die Gummiform zwei Eigenschaften: Verschleißfestigkeit gegen den abrasiven Angriff und Korrosionsbeständigkeit gegen die Trennmittel. Genau diese Kombination liefern die korrosionsbeständigen Formenstähle – (X36CrMo17) und (X40Cr14). Für besonders abrasive Mischungen kommen nitrierte Oberflächen oder Hartbeschichtungen hinzu.
Beim Schweißen einer Gummiform gilt dasselbe wie bei der Kunststoffform: die Formoberfläche schützen und gefügesynchron reparieren. Der Unterschied: Wegen der abrasiven Belastung zählt hier die Verschleißfestigkeit der reparierten Stelle noch mehr – ein zu weicher Zusatz wird vom Füllstoff schnell wieder weggefressen.
Die typische Reparatur ist die ausgebrochene Formkante oder der abgenutzte Formnest-Bereich. Hier hilft nur ein Zusatz, der die Verschleißfestigkeit des Grundwerkstoffs erreicht – und eine sorgfältige Nacharbeit, damit die Dichtflächen wieder dicht schließen.