Formenstähle für Keramik
Keramikformen: abrasiv und korrosiv zugleich
AI generated Keramikformen pressen feuchte, hochabrasive Massen zu Ziegeln, Fliesen und Sanitärkeramik. Die Masse ist abrasiv und korrosiv zugleich – gefragt sind verschleißfeste und korrosionsbeständige Stähle.
Die presst oder extrudiert keramische Massen zu Ziegeln, Fliesen, Sanitärkeramik und technischen Bauteilen. Die Masse ist feucht, klebrig und hochabrasiv zugleich – eine besonders hinterhältige Kombination für die Form.
Wie bei der Steinform herrscht pure Abrasion: Die keramische Masse schleift die Formoberfläche ab, besonders an Kanten, Düsen und Mundstücken. Aber die Feuchtigkeit bringt einen zweiten Angriff mit: Die Masse wirkt korrosiv auf die Formoberfläche. Abrieb und Korrosion arbeiten hier zusammen.
Gefragt sind deshalb verschleißfeste und korrosionsbeständige Stähle, oft kombiniert mit Hartbeschichtungen oder Hartmetall-Einlagen an den kritischen Stellen. Der blanke Werkzeugstahl allein verliert gegen diese Doppelbelastung zu schnell.
Beim Schweißen einer Keramikform zählen zwei Dinge: Verschleißfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit der reparierten Stelle. Ein Zusatz, der nur hart, aber nicht korrosionsbeständig ist, rostet unter der feuchten Masse weg. Ein Zusatz, der nur korrosionsbeständig, aber zu weich ist, wird sofort abgerieben.
Die typischen Reparaturfälle sind verschlissene Düsen, ausgeschlagene Formkanten und abgenutzte Mundstücke. Hier hilft nur ein Zusatz, der beide Anforderungen erfüllt – plus Nacharbeit und Nachhärtung der Formflächen.