Hochfeste Feinkornbaustähle
S460 bis S960: hohe Festigkeit, anspruchsvolles Schweißen
AI generated Feinkornbaustähle erreichen Streckgrenzen von 460 bis 960 MPa – bei guter Zähigkeit. Der Trick liegt im feinen Korn durch Mikrolegierungselemente. Beim Schweißen verlangen sie Disziplin: begrenzte Wärmeeinbringung, trockene Zusätze und die richtige Vorwärmung.
Feinkornbaustähle sind die Antwort auf die Frage: Wie bekomme ich mehr Festigkeit, ohne dass der Stahl spröde wird? Die Antwort heißt feines Korn. Durch wie Niob, Vanadium und Titan – winzige Zusätze im Promillebereich – wird das Kornwachstum beim Walzen gebremst. Feines Korn heißt: mehr UND mehr Zähigkeit gleichzeitig. Das Ergebnis sind Stähle wie , S500M oder – Festigkeiten, von denen ein nur träumen kann.
Die drei Herstellungswege stecken im Kürzel: N steht für , M für thermomechanisch gewalzt, Q für vergütet (QL). Thermomechanisch gewalzte und vergütete Stähle erreichen die höchsten Festigkeiten – hält fast drei Mal so viel aus wie . Sie tragen Mobilkrane, Brücken, Offshore-Bühnen und Druckgasbehälter.
Beim Schweißen gilt eine eiserne Regel: Die Wärme muss kontrolliert bleiben. Zu viel Wärme zerstört genau das feine Korn, das den Stahl stark macht – die wird weich. Zu wenig Wärme und zu schnelles Abkühlen dagegen lässt harten entstehen und erhöht die -Gefahr. Der Hersteller gibt deshalb für jeden Stahl ein Wärmeeinbringungs-Fenster vor, in dem du bleiben musst – meist ausgedrückt als Streckenenergie in kJ/mm.
Der zweite Punkt ist das (CEV). Hochfeste Feinkornbaustähle liegen beim CEV oft über 0,45 – das heißt ist bei dicken Querschnitten Pflicht, und muss konsequent ferngehalten werden. Trockene, festigkeitsgleiche Zusatzwerkstoffe und saubere Fugen sind das A und O.