Verschleißfeste & Panzerstähle
Armox, Dillidur und Hadfield: hart im Nehmen, heikel beim Schweißen
AI generated Verschleißfeste Stähle wie Dillidur und Panzerstähle wie Armox sind auf maximale Härte und Verschleißfestigkeit ausgelegt. Der Hadfield-Manganhartstahl verfestigt sich unter Schlag sogar selbst. Beim Schweißen verlangt jede Sorte ihre eigene, strikte Wärmeführung.
Diese Stähle haben nur einen Job: standhalten. Verschleißfeste Stähle wie Dillidur (400–600 HB) trotzen Abrieb und Steinschlag in Baggern, Mühlen und Schütten. Panzerstähle wie Armox (370–600T) halten Beschuss stand. Und der Hadfield-Manganhartstahl ist eine Klasse für sich: Er ist im Anlieferungszustand zäh und weich, verfestigt aber unter Schlag und Druck seine Oberfläche selbst – die macht ihn zum Werkstoff für Brecherbacken, Weichen und Baggerzähne.
Der Preis für diese Härte: hohe Legierungsgehalte und ein hoher Kohlenstoff-Äquivalent-Wert. Verschleißfeste und Panzerstähle liegen beim CEV weit über 0,5 – sie bilden beim Schweißen in der sofort harten, rissanfälligen . Die Kunst besteht darin, genau diese Zone zu beherrschen.
Jede Sorte verlangt ihre eigene Strategie. Verschleißfeste Stähle (Dillidur) schweißt du mit weichmartensitischem, niedrig legiertem Zusatz und kontrollierter Vorwärmung – die Naht darf weicher sein als der Grundwerkstoff, das nimmt die Spannungen auf. Panzerstähle (Armox) verlangen niedrige Wärmeeinbringung, denn zu viel Hitze zerstört ihre Schutzleistung – die ballistischen Eigenschaften hängen am Gefüge. Der Hadfield-Manganhartstahl ist der Sonderling: Er darf NICHT vorgewärmt und NICHT heiß geschweißt werden, sonst scheiden sich Karbide aus und der Stahl versprödet. Hier gilt: kalt schweißen, kleine Lagen, Werkstück kühl halten – zur Not mit Wasser zwischenkühlen.
Gemeinsam ist allen: Die Schweißnaht ist fast immer die weichste Stelle im System. Das ist Absicht – eine duktile Naht fängt die auf, statt zu reißen.